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100 JAHRE XOX-Gebäck

 

Chronologie der XOX 1908 - 2008

 


1908

Gründung (wohl aus zollpolitischen Gründen) der Biskuitfabrik „Hollandia“ in Gildehaus bei Bentheim durch Arius Rutgers van der Loeff und H. van Duisberg.

1910

„Hollandia“ siedelt nach Kleve-Kellen über, hat 70 Beschäftigte und produziert XOX-Biscuits und XOX-Hopjes.

1914

Die Mitarbeiterzahl ist angestiegen auf bereits 300 Beschäftige.

1916

Durch einen Brand wird das Werk zerstört; die Produktion wird an die städtische Kanalisation angeschlossen.

1929

550 Beschäftigte. Die Firma erhält die Genehmigung seitens der Firma Macintosh zur Produktion von Toffees.

1930

Die „Hollandia“ wird in "XOX-Biskuitfabrik GmbH" umbenannt.

1933

Es entwickelt sich eine Krise durch abgezogenes Betriebskapital und folglich unterlassene Investitionen.

1939

1.200 Beschäftigte. Es werden 5,5 Millionen kg Gebäck in über 400 verschiedenen Sorten produziert.

1944

Die Maschinen und Öfen werden nach Luftangriffen auf Kleve nach Berlin ausgelagert.

1945

Es beginnen erste Aufräumarbeiten durch ca. 10-15 Beschäftigte.

1946

Mit teilweise umgerüsteten Backöfen kann ab April Brot gebacken werden. Die Wiederaufnahme der Produktion erfolgt im Juli mit 30 Beschäftigten. Im September sind es schon 80 Beschäftigte.

1948

555 Beschäftigte.

1950

Die Packerei und der Versand werden gebaut, Ende des Jahres zählt man 828 Beschäftigte.

1953

Die Silos werden gebaut.

1954

Bei etwa gleich bleibendem Preisniveau, liegt der Umsatz jetzt bei dem 2 ½ fachen von 1949.

1955

Die gesamte Betriebsfläche beträgt über 28.000 qm.

1958

1.860 Beschäftigte.

1963/64

Ein neues Sozialgebäude wird gebaut, die Gesamtfläche der Sozialräume beträgt ca. 1.400 qm. Die Beschäftigten erhalten vor Ort für DM 2,50/Woche ihr Mittagessen.

1969

2.600 Beschäftigte. Ca. 40 % der Beschäftigten wohnen außerhalb und werden mit Bussen zum Werk und wieder zurück gefahren. Etwa zwei Drittel der Belegschaft sind Frauen. Im Mai erfolgt eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der Firma „Kaisers-Kaffee- Geschäft“ (KKG). Die XOX erleidet Verluste bei den Dauerbackwaren.

1970

Der Umsatz liegt bei ca. 100 Millionen DM. Produziert werden mittlerweile Biskuits, Waffeln, Käse- und Salzgebäck, Zwieback, Toffees und Bonbons. Am 1. Juli wird die XOX-Biskuitfabrik GmbH an die „National Biscuits Company“ (NaBisCo) verkauft.

1971

Ein Zentrallager mit 4.320 qm wird gebaut.

1977

Das Werk in Kleve wird, mit derzeit noch 460 Beschäftigten, am 15. Juli geschlossen. Im Dezember wird die XOX von der Convent Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG übernommen.

1989

Die Marke XOX wird von der Firma Vogeley gekauft, bleibt aber ungenutzt.

1998

Erst nach 21 Jahren wird die Marke XOX wieder „zu neuem Leben erweckt“. Sie wird zum 01.02.1998 an Edmund E. Besecke verkauft. Dieser verlegt den Sitz der Marke nach Hameln an der Weser und gründet die XOX-Gebäck GmbH.

Das Familienunternehmen beginnt mit 3 Mitarbeitern den reinen Vertrieb von salzigen Snacks. Mit Partnerfirmen werden die ersten 5 Produkte auf den Markt gebracht. Schnell erhöht sich das Sortiment auf 20 Snackprodukte.

Das Lager der XOX befindet sich zu dieser Zeit noch in Süddeutschland.

2004

Die Firma „Snackvision“ in den Niederlanden wird insolvent. Obwohl nie geplant war, eine „eigene“ Produktion aufzubauen, wird das Equipment der „Snackvision“ von der XOX-Gebäck GmbH übernommen und die ersten Produkte werden in Eigenfertigung produziert. Jetzt besteht das Sortiment schon aus ca. 35 salzigen und süßen XOX Produkten (zzgl. ca. 15 Eigenmarken bzw. übernommene Marken der Snackvision).

2005

  Die Produktion aus den Niederlanden wird an den Standort Hameln verlagert. Das Lager in Süddeutschland wird ebenfalls aufgelöst und es beginnt der Aufbau einer zentralen Produktion und Lagerung in Hameln,
Am Hastebach, mit 30 Mitarbeitern.

2007

Ein zusätzliches Lager in Hameln, Friedenseiche, wird gekauft.

2008 – 100 Jahre XOX

  Die XOX-Gebäck GmbH hat mittlerweile 60 Mitarbeiter und plant bis Ende 2009 auf ca. 100 Beschäftigte aufzustocken.

Das Sortiment umfasst insgesamt ca. 80 Produkte, von denen 60 % in Hameln und 40 % von Partnerunternehmen hergestellt werden.

32.000 qm Grundstück; mit 8.000 qm Produktion und Lager sowie ca. 600 qm Verwaltungsgebäude werden derzeit genutzt.

Nach wie vor wird die XOX-Gebäck GmbH als reines Familienunternehmen mit Sitz in Hameln an der Weser geführt.

 

 

Quellen:
Bleisteiner, Jürgen:
Cellina, Nr. 41 v. 15.05.2007 und Nr. 42 v. 15.11.2007, passim;

Heinrich, Erika:
Eine Mitarbeiterin der Biskuitfabrik XOX erzählt von ihrer Arbeit: Lesebuch zur Geschichte der Klever Frauen, Kleve 2004;

Beiträge zur Geschichte der Stadt Kleve im 20. Jahrhundert,
Kleve 1991 (Klever Archiv, Bd. 12);

van den Berg, H.:
XOX-Biskuitfabrik 60 Jahre in Kleve: Kalender für das Klever Land, Jg. 20, 1970;

Baak, Bernhard:
Zerstörung, Wiederaufbau und Verwaltung der Stadt Kleve, 1944-1957, Kleve 1960;

Besecke, Edmund E.,
Inhaber/Geschäftsführer der XOX-Gebäck GmbH, Interview April 2008

 


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